Preise und Wettbewerbe

2011 Integrationspreis der Stadt Ahlen - 2. Platz

Die Bodelschwinghschule Ahlen erringt gemeinsam mit der Geschwister-Scholl-Schule und der Fachhochschule Münster den 2. Platz des Integrationspreises der Stadt Ahlen.

Integrationspreis der Stadt Ahlen 2011 verliehen – Würdigung durch Bürgermeister Benedikt Ruhmöller

Seit Generationen findet Zuwanderung statt und viele der Menschen mit Migrationshintergrund haben längst ihren Beitrag dazu geleistet, dass sie in der Gesellschaft integriert sind. Auch setzen sich
viele Frauen und Männer mit hohem individuellem Einsatz und mit großem fachlichen Können vor Ort für mehr Integration und Chancengleichheit ein. Dennoch ist für zahlreiche Menschen mit
Migrationshintergrund die Integration im Sinne von Teilhabefähigkeit und Teilhabemöglichkeit noch nicht vollständig realisiert. Diese Aufgabe stellt sich gleichermaßen allen Menschen, unabhängig von
der Herkunft. Denn Integration ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, der nur gelingen kann, wenn alle Ahlener daran mitwirken! Auf besondere Beispiele, die bereits auf dieses große Ziel
hinarbeiten, möchten wir heute und hier hinweisen. Denn genauso wichtig wie eine Förderung, die ein Projekt oder Engagement erst ermöglicht, ist die Anerkennung und Würdigung von Integrationsarbeit
durch Staat und Gesellschaft. Daher möchte die Stadt Ahlen, die seit 2008 den mit 1000 € dotierten Integrationspreis verleiht, heute erstmalig auf dem Stadtteilfest die Preisträger des
Integrationspreises 2011 für ihr Engagement, welches öffentliche Anerkennung und Unterstützung verdient,auszeichnen und es so honorieren und stärken. Alle Bewerbungen, die anlässlich des Wettbewerbs
eingingen, zeigen eindrucksvoll, wie viele Einzelpersonen und Organisationen sich in Ahlen für Integration und kulturelles Miteinander einsetzen. Die beispielhaften und nachahmenswerten Aktivitäten
von Vereinen, Institutionen und von Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Migrationshintergrund zugunsten eines toleranten und offenen Miteinanders in Ahlen – manche über Jahre oder sogar Jahrzehnte
hinweg – haben Vorbildcharakter! Die Preisverleihung soll Signalwirkung für die gesamte Stadt haben und Anreize geben, sich auch ehrenamtlich zu betätigen und damit zu einer gelingenden Integration
zum Wohle aller Ahlener beizutragen. Es handelt sich – im wahrsten Sinne des Wortes – um „ausgezeichnete“ Arbeit! Der Integrationspreis wird, wie in den vergangen Jahren auch, auf drei Vorschläge
aufgeteilt.

Der zweite Platz wird dieses Jahr an ein Projekt verliehen, und zwar an das Kooperationsprojekt „Miteinander leben, voneinander lernen“ – Drei Jahre Projektarbeit an zwei Ahlener Hauptschulen Das Kooperationsprojekt „Miteinander leben, voneinander lernen“ der beiden städtischen Hauptschulen Bodelschwinghschule und Geschwister-Scholl-Schule zusammen mit dem Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster, das im ersten Jahr durch den Europäischen Integrationsfonds gefördert wurde, läuft nun bereits im dritten Jahr und zeigt damit, dass Nachhaltigkeit möglich ist. Es liefert einen enormen Beitrag zur schulischen, sozialen und beruflichen Integration in Ahlen. An beiden Schulen ist der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund sehr hoch, zudem stammen viele Kinder aus bildungsfernen Familien. An beiden Schulen bieten FH-Studierende unterschiedliche Angebote zur Ergänzung und Erweiterung des schulischen Lernens an. Die Angebote richten an einzelne Schüler, an Schülergruppen und an ganze Klassen. Hierbei sollen die Kinder und Jugendlichen nicht nur nachhaltig gefördert, sondern auch die interkulturelle Kompetenz der Studierenden gestärkt werden. Das Projekt richtet sich vor allem, aber nicht ausschließlich an Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, viele der Studierenden haben zudem selbst eine Zuwanderungsgeschichte und können somit Bezugsperson und Vorbild sein. Die Angebote der Studierenden reichen von Team- und Gruppenfindungsangeboten der Klassen 5 über Sozialtrainings, Kultur- und Sportangebote der mittleren Jahrgänge bis hin zu Angeboten zur Berufswahlvorbereitung der Abschlussjahrgänge. Das Projekt hat Sichtweisen verändert – bei den Schülerinnen und Schülern genau so wie bei den beteiligten Studierenden. Besonders hervorzuheben sind das Engagement von Prof. Uwe Rabe von der FH Münster sowie der Schulleiter Alois Nühse (Bodelschwinghschule) und Stephanus Stritzke (Geschwister-Scholl-Schule) sowie der Schulsozialarbeiter Christiane Heuser (Bodel- schwinghschule) und Klaus Edler (Geschwister-Scholl-Schule), die sich für die Fortführung des Projektes über den Förderzeitraum hinaus stark machten. Vielen Dank Ihnen Allen!

2008 1. Preis Bestes Berufsorientierungskonzept im Kreis Warendorf